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BERLIN – STUDIENFAHRT vom 04.10.-09.10.2017

Bericht von Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen

Dieses Jahr wurde Berlin auf zwei Arten bereist: Eine Gruppe fuhr mit dem Zug, der größere Teil der beiden neunten Klassen reiste mit dem Flugzeug.
Die Anreise am Mittwoch war für viele von uns sehr aufregend, da manche das erste Mal ein Flugzeug betreten haben. Für ein paar von uns war es auch der erste Besuch in einer richtigen Großstadt.

Fast alle sind gut und euphorisch in Berlin angekommen, nur eine Schülerin hatte ihren Geldbeutel verloren und mit ihr das ganze Bargeld. Der Geldbeutel und Ausweis tauchten zwei Tage später wieder auf, aber leider war das Geld nicht mehr da.

Die anderen Schüler trösteten die Schülerin mit einem Geldbetrag, zu dem jeder etwas dazugezahlt hatte.

Aufgrund eines Wasserschadens war das Essen im Hotel nicht möglich, was aber kein Problem darstellte, weil unsere Lehrer ein Abendessen beim Italiener für uns organisiert hatten und auch die folgenden Tage konnten wir zum Frühstück und Abendessen ausweichen.

Die Schüler, die geflogen waren, konnten sich schon einen ersten Eindruck verschaffen und nahmen nach einem ersten Spaziergang den Bus der Linie 100, der an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei fährt.

Am ersten Tag mussten wir uns an die hektische Atmosphäre in Berlin erst einmal gewöhnen.

Der Höhepunkt war der Aufenthalt am Abend am Alexanderplatz und der Besuch auf dem Fernsehturm, von dem man einen wundervollen Blick über die ganze Stadt hat.

Am Donnerstagmorgen sind wir sehr früh vom Senefelderplatz zum Hauptbahnhof gefahren, wo wir dann zu Fuß über eine Brücke zum Bundestag gelangt sind.
Dort mussten wir durch eine verschärfte Sicherheitskontrolle, bei der alle Mitarbeiter aber sehr höflich waren.
Dann bekamen wir Umhängeschilder, so ähnlich wie die, die VIPs bekommen. Damit erkennt man, dass jemand kontrolliert ist.
Wir wurden zur Kuppel gebracht, wo wir uns umschauen durften, sprich- jeder ist die Kuppel auf einem spiralförmigen Weg nach oben gelaufen und auf der anderen Seite wieder hinunter.
Das ganze Gebäude hat viele Glaselemente, die für Transparenz stehen sollen.
Anschließend wurden wir zum Plenarsaal geführt, wo uns und anderen Gruppen dann eine Mitarbeiterin sehr ausführlich erklärt hat, wie der Bundestag funktioniert.
Beim Gespräch mit einem Mitarbeiter von Dr.Johannes Fechner durften wir viele Fragen stellen. Am Schluss hat er uns ein Stück einer Originalwand des Bundestagsgebäudes gezeigt, auf dem sich russische Soldaten 1945 verewigt haben.
Das Wetter draußen war schlecht, mit Regen.
Wir teilten uns in zwei Gruppen: Die eine wollte ins Menschenmuseum gehen und die „Körperwelten“-Ausstellung anschauen, die leider geschlossen war, darum gings dann ins „Alexa“.
Die andere Gruppe fuhr zum Technischen Museum.

Zurück im Hotel mussten wir uns bald fertig machen und zum Abendessen. Wegen dem Orkan, der nachmittags durch die Stadt fegte, konnten wir die Straßenbahn nicht benutzen. Alles war lahmgelegt.
Weiter gings in die bekannte Disco „Matrix“. Dort wurden wir freundlich empfangen und es bekam jeder ein gelbes Armband, mit dem wir als unter 16-Jährige zu erkennen waren.
Die Lehrer waren in einem separaten Bereich. Die Schüler konnten tanzen und etwas trinken. Es waren auch sehr viele andere Schulklassen da.
Um Mitternacht sind wir ins Hotel zurück, wo wir dann ins Bett gefallen sind.

Am Freitag ging es nach dem Frühstück direkt an den Ku´damm zur Ausstellung „Story of Berlin“, bei der wir viel über die Berliner Geschichte erfahren haben. Auch durften wir einen Atomschutzbunker besichtigen, der im Keller des Hauses nach Kriegsende gebaut wurde. Fast allen hat es super gefallen.
Anschließend spazierten wir am Kurfürstendamm entlang, manche von uns gingen noch ins „KaDeWe“, das größte Kaufhaus Berlins.
Vom Zoologischen Garten fuhren wir alle mit dem 100er-Bus bis zum Brandenburger Tor und besichtigten auch das „Denkmal für Sinti und Roma“ und das „Holocaust-Denkmal“.
Auf dem Rückweg schauten ein paar von uns im Mercedes-Showroom vorbei.
Abends gingen wir in der Kulturbrauerei in unserem Viertel ins Kino, es standen drei Filme zur Auswahl und so war für jeden etwas dabei.

Am Samstagmorgen waren wir lecker frühstücken. Danach haben sich zwei Gruppen gebildet.
Ein Teil war zur Besichtigung im Olympiastadion und hat tolle Fotos gemacht. Ein Besuch im Fanshop durfte natürlich nicht fehlen.
Die andere Gruppe war im Technischen Museum, weil es von denen so sehr gelobt wurde, die schon dort waren.
Anschließend hatten wir Freizeit.
Abends waren wir in einer großen Bowlinghalle und haben fast zwei Stunden Bowling gespielt. Es hat sehr viel Spaß gemacht.

Der Sonntag war der letzte Tag unserer Studienfahrt. Um 7.30 Uhr trafen wir uns unten an der Rezeption. Wir gingen zum Frühstücken und um 10 Uhr hatten wir einen Termin in Hohenschönhausen. Wir waren etwas zu früh dort und saßen noch in der Cafeteria. Um Punkt 10 Uhr startete ein Film, der 30 Minuten dauerte. Unsere anschließende Führung dauerte etwa 90 Minuten und wurde von zwei ehemaligen Insassen des Stasi-Gefängnisses gemacht.
Gegen 12.30 Uhr gingen wir zur Berliner Mauer (Mauerpark). Von einem Turm aus konnten wir die Maueranlage auch von oben anschauen.
Um 14.30 Uhr durften wir uns entscheiden zwischen einem Ausflug nach Kreuzberg, einer Fahrt auf der Spree und einem Besuch des DDR-Museums.
Die Gruppe auf der Spree hatte viel Spaß, es wurde sehr viel erklärt, wir haben gelacht und viele schöne Fotos gemacht. Die Sonne zeigte sich auch endlich mal!
Die Gruppe im DDR-Museum erfuhr viel über das Leben in der DDR. Es durfte alles angefasst werden, wir durften in einem alten Trabi platznehmen, auf dem Sofa eines Wohnzimmers sitzen und DDR-Fernsehen schauen, die Mode der DDR anziehen und vieles mehr.
Die Gruppe in Kreuzberg erlebte etwas ganz anderes als bisher in Berlin. Es waren fast nur Ausländer da, es gab viele Imbissläden oder arabische Geschäfte. Man traf auf viele verschiedene Kulturen. Es ist besonders, einmal sollte man in Kreuzberg sein.

Am Montag, unserem Abreisetag, waren wir noch einmal am Hauptbahnhof zum Frühstücken und konnten unser Gepäck im Hotel dort stehen lassen, um eine letzte Tour durch die vielen Geschäfte zu machen und die letzten Souvenirs einzukaufen.
Dann trennten sich die Wege der Rückfahrer: Zug und Flughafen.
Alle freuten sich nach diesen wunderschönen, aufregenden und erlebnisreichen Tagen jetzt aber auf zu Hause.

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