schach dm 2017

Denzlinger Werkrealschüler bei der Deutschen Schulschachmeisterschaft

Im großen Saal dieser Jugendherberge waren die Schachbretter und die Uhren aufgebaut, so dass es keine extra Wege zu bewältigen gab. Vier Runden am Freitag, vier Runden am Samstag und die Schlussrunde am Sonntagvormittag mit der anschließenden Siegerehrung standen auf dem Plan.

Dazu gab es ein kleines Rahmenprogramm, mit der Besichtigung der einzigen noch stehenden Höhenburg in Norddeutschland und dem Besuch einer Sommerrodelbahn. Tischkicker, Pool-Billard und Tischtennis sorgten zudem für Abwechslung in den Pausen oder am Abend, wenn man die Schachfiguren ruhen lassen wollte.
Teilnahmeberechtigt waren bei dieser Meisterschaft alle Schulen, die nicht zum Abitur führen und nach der 10. Klasse enden. Vor allem also Realschulen und Oberschulen, wie derartige Schulen in vielen anderen Bundesländern heißen. Die Alemannenschule Denzlingen war die einzige teilnehmende Werkrealschule.
Gleich in der ersten Begegnung ging es gegen die Top-Favoriten und späteren Deutschen Meister von der Max-Planck-Realschule Bad Krozingen. Deutlich mit 0 : 4 war man unterlegen, doch schon die 2. Runde sah die Denzlinger als 3 : 1 Sieger gegen das LBZ Oldenburg. Auch in der 3. Runde gelang ein 2,5 : 1,5 gegen die 2. Mannschaft der Oberschule Haßbergen/Niedersachsen. Aber nur kurz konnte man sich über den zwischenzeitlichen vierten Rang freuen, da in der nächsten Runde eine vermeidbare Niederlage gegen die Mannschaft der Gastgeber folgte. Der 2. Tag begann mit einer Niederlage gegen die Oberschule Großenhain/Sachsen, gefolgt von einem klaren Erfolg gegen die Elbmarschenschule Drochtersen/Niedersachsen. Den Sieg schon vor Augen, gab es dann am Nachmittag ein knappes 1,5 : 2,5 gegen die Montessori-Schule Kassel und zum Abschluss ein 4 : 0 gegen die 2. Mannschaft der Gastgeber. Für die letzte Runde war dann das Losglück den Alemannenschülern nicht hold, sondern bescherte mit der Realschule Tegernseer Tal/Bayern die Zweitplatzierten, die diesen Platz auch unbedingt verteidigen wollten. So blieb es bei 8 Punkten, die punktgleich mit Rang 9 den 12. Platz zum Endergebnis hatten. Dennoch war es für die Denzlinger ein großartiges Erlebnis gewesen. Ahmad Issa holte an Brett 1 beachtliche 4,5 Punkte, Marco Allgaier am 2. Brett 5 Punkte, Silvio Haberstroh kam bei 8 Einsätzen auf 3 Punkte, Ado Palmar trug 2,5 Punkte zum Mannschaftsergebnis bei und gewann beim parallel laufenden Einzelturnier dreimal. Benjamin Will erkämpfte bei 4 Einsätzen 2,5 Punkte in der Mannschaft und wurde mit 4 Siegen Fünfter im Einzelturnier.
Am Sonntag-Nachmittag begann schließlich die Rückreise. Bei einem zweistündigen Zwischen-Aufenthalt in Berlin konnte man sich bei bestem Wetter noch etwas umsehen und das Großstadt-Feeling genießen. Dann ging die Zugfahrt durch die Nacht zurück nach Denzlingen, wo man früh um 6 Uhr ankam. Ein ereignisreiches Wochenende fand so seinen Abschluss, ebenso wie die erfolgreiche Karriere der jungen Schachspieler als Alemannenschüler, da sie nach dem laufenden Schuljahr leider alle ihre Schulzeit in Denzlingen beenden werden. Im Schachclub Denzlingen freut man sich, dass sie dem Club als Spieler erhalten bleiben.

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